Preiswerte Google-Phones mit Android-One haben Startschwierigkeiten

Seit geraumer Zeit fokussiert Google mit Android die „nächste Milliarde“ an Benutzern in Indien. Mit Hilfe von günstigen Smartphones mit Android One und mit puristischer Hardware-Software-Kombination will der Suchmaschinenkonzern Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern für sich begeistern.

Indien gilt bei diesem Vorhaben derzeit als Testgebiet und verursacht Widererwarten gewisse Anlaufschwierigkeiten.

Alle Einsteigermodelle waren zu Beginn ausschließliche online erhältlich und verkauften sich dort nur sehr schleppend. Nun will Google die Android-One-Geräte über den örtlichen Einzelhandel unter die Leute bringen. Dieser stellt sich allerdings quer und droht damit, die Plattform zu boykottieren.

Einige indische Elektronikketten weigern sich, Smartphones mit Android One in ihren rund 1.800 Filialen Verkaufsflächen zu geben. Grund dafür ist eine Verlautbarung von Google, welche bei den Konzernen in Indien auf wenig Gegenliebe stieß. Darüber hinaus räumt Google seinen Händlern eine Gewinnbeteiligung von drei bis vier Prozent ein.

Nach Meinung von Experten habe sich Google mit seiner Strategie verkalkuliert und ist den falschen Leute in Indien zu nahe getreten. Seit dem Verkaufsstart im September wurde aktullen Berichten zufolge 4,8 Millionen Android-One-Geräte nach Indien importiert – dies entspricht unter Berücksichtigung aller getätigten Smartphone-Importe einem Anteil von rund drei Prozent. Trotz der vorherrschenden Verkaufsschwierigkeit plant Google unbeeindruckt die Ausdehnung seines Programm auf Indonesien, die Philippinen sowie Bangladesch.

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