Werbebetrug in Android-Apps aufgedeckt

Ein paar überaus bekannte und zugleich beliebte Android-Apps sollten neuesten Recherchen zufolge Werbegelder veruntreut haben. Die Hersteller der jeweiligen Anwendungen geben sich bislang ahnungslos. Das US-amerikanische Medienunternehmen Buzzfeed News will nach eigenen Angaben Werbetrug bei acht verschiedenen Android-Apps aufgedeckt haben. Die Anbieter der Programme sollen demnach systematisch Provisionen veruntreut haben. Insgesamt weisen die Apps 700 Millionen aktiven Benutzer und zwei Milliarden Download auf.

Sieben Apps von dem chinesischen Anbieter Cheetah Mobile und eine App von chinesischen Hersteller Kika Tech wurden in diesem Zusammenhang als Mittel zum Werbebetrug identifiziert. Die beliebteste App (1 Milliarde Downloads) hört auf den Namen „Clean Master“.

Bei einer der entlarvten Betrugsmaschen arbeiten die Entwickler mit der so genannten „Click Injection“. Hier besteht die Möglichkeit, dass die Anbieter bis zu drei Dollar kassieren, wenn in ihrer App für eine andere App erfolgreich geworben wurde. Eine andere Betrugsmethode konzentriert sich auf das Installieren von zusätzlichen Apps im Hintergrund. Während der Nutzer also eine gänzlich andere Software herunterlädt, schieben sich andere Apps dazwischen und lassen es so aussehen, als würde die Installation über eine geschaltete Anzeige erfolgen. Auch hier können die sich die Anbieter über Provisionszahlungen freuen.

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